Messi letztes WM-Spiel: Silbermedaille statt Gold im Finale 2026

Updated Juli 2026
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Es sollte die Krönung werden – wurde aber ein tränenreicher Abschied. Lionel Messi (39) verlor mit Argentinien das WM-Finale 2026 gegen Spanien 0:1 nach Verlängerung. Im entscheidenden Spiel blieb er torlos, konnte sein Team nicht zum Back-to-Back-Titel führen und erhielt statt des Goldenen Balls nur Silber. Es war sein letztes Spiel bei einer Weltmeisterschaft – ein emotionales Ende einer beispiellosen Karriere. Für österreichische Fans bleibt die Erinnerung: Messi traf gegen das ÖFB-Team und trug Argentiniens Trikot bis ins Finale. Doch dort war Schluss.

Lionel Messi mit gesenktem Kopf nach der Finalniederlage gegen Spanien, hält die Silbermedaille

Messi nach dem verlorenen Finale – die Silbermedaille statt des erhofften zweiten WM-Titels markiert das Ende seiner WM-Laufbahn.

Das Finale: Torlos und ohne Chance

Über 120 Minuten im MetLife Stadium am 19. Juli konnte Messi keinen entscheidenden Akzent setzen. Spanien dominierte das Mittelfeld, Rodri und Fabián Ruiz ließen Messi kaum zur Entfaltung kommen. Argentinien brachte keinen einzigen Schuss aufs Tor zustande – eine erschütternde Statistik für ein WM-Finale.

Messi wirkte müde. Mit 39 Jahren hatte er ein langes Turnier hinter sich: acht Spiele, alle 90 Minuten (oder mehr) auf dem Platz, dazu die emotionale Last als Kapitän und Symbolfigur. Im Finale fehlte die Explosivität. Seine Dribblings wurden abgefangen, seine Pässe fanden keine Abnehmer. Spanien stand tief und kompakt – und Messi fand keinen Weg durch.

In der 106. Minute fiel das entscheidende Tor: Ferran Torres für Spanien. Argentinien spielte da bereits in Unterzahl – Enzo Fernández hatte in der 90+3. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Das Comeback blieb aus. Messi sank nach dem Abpfiff zu Boden, später flossen Tränen bei der Siegerehrung. Spanien bildete einen Ehrengraben für ihn – eine Geste des Respekts, aber kein Trost.

Silberner Ball statt Goldener Ball

Vor dem Finale galt Messi als Favorit für den Goldenen Ball. Mit 8 Toren, 4 Assists und dem Status als argentinischer Kapitän lag er bei einer Quote von etwa 1,11. Doch nach der Finalniederlage und der torlosen Vorstellung verlieh die FIFA-Jury den Preis an Rodri (Spanien). Messi erhielt den Silbernen Ball, Kylian Mbappé (Frankreich) den Bronzenen.

Es war der einzige der großen Märkte, bei dem der Favorit scheiterte. Spanien gewann wie erwartet, Mbappé holte den Goldenen Schuh wie erwartet, Unai Simón den Goldenen Handschuh wie erwartet. Nur beim Goldenen Ball kam es anders: Rodri bei ~11,0 setzte sich durch, Messi bei ~1,11 ging leer aus.

Für Wettfreunde war es eine Enttäuschung. Für Messi persönlich vermutlich auch – doch der Silberne Ball ist keine Schande. Er unterstreicht, dass Messi zu den drei besten Spielern des Turniers gehörte. Nur der Titel fehlte.

Die Statistik: 8 Tore, 4 Assists – und doch nicht genug

Messi erzielte bei dieser WM 8 Tore und gab 4 Assists. Er war Argentiniens bester Spieler und führte sein Team bis ins Finale. Doch im entscheidenden Spiel blieb er blass – und das kostete am Ende den Goldenen Ball.

Seine 21 Karriere-WM-Tore galten lange als Rekord. Doch Kylian Mbappé zog mit 22 vorbei (2 Tore im Bronze-Spiel gegen England brachten ihm den Vorsprung). Messi fällt auf Platz 2 der Allzeit-Torschützenliste zurück – ein kleiner Wermutstropfen in einer ansonsten beeindruckenden WM-Bilanz.

Was bleibt: Messi hält weiterhin den Rekord für die meisten WM-Einsätze (laut ESPN 33 Spiele über fünf Turniere hinweg) und die meisten WM-Assists aller Zeiten (12 – mehr als Pelés 10). Auch die meisten WM-Minuten stehen auf seinem Konto. Nur beim Tor-Rekord wurde er nun überholt.

Aus österreichischer Sicht: Messi traf gegen Österreich im Gruppenspiel (2:0 am 22. Juni). Eines seiner 21 Karriere-Tore fiel also gegen das ÖFB-Team – ein Teil der österreichischen WM-Geschichte.

Messis fünfte und letzte WM

Messi nahm an fünf Weltmeisterschaften teil:

Zwei Finale, ein Sieg, eine Niederlage. Der Titel 2022 war die Erfüllung eines Lebenstraums – 2026 sollte die Verteidigung sein, doch Spanien war zu stark. Mit 39 Jahren ist Messi der älteste Spieler, der je in einem WM-Finale stand (Rekord). Trainer Lionel Scaloni bestätigte nach dem Spiel, dass es Messis letztes WM-Spiel war: „Er ist 39 Jahre alt, es ist eine unglaubliche Sache. Meiner Meinung nach ist er der beste Fußballer, der je auf einem Fußballplatz stand."

Messi selbst sagte nach dem Finale (übersetzt): „Ich fühle mich traurig, aber ich bin mir bewusst, dass wir unser Herz gegeben haben." Und: „Sie waren besser, um ehrlich zu sein. Wir haben das Spiel verloren, und wir akzeptieren das. Das bedeutet nicht, dass wir alles vergessen, was wir bisher getan haben, also möchte ich meinen Leuten, meinen Spielern und dem Land danken."

Die emotionale Szene nach dem Finale

Nach der Siegerehrung bildete Spanien einen Ehrengraben für Messi – die spanischen Spieler stellten sich in zwei Reihen auf, und Messi ging hindurch. Es war eine Geste des Respekts, die selten in einem WM-Finale zu sehen ist. Messi weinte, die Kamera fing die Tränen ein. Für viele Zuschauer weltweit war es ein herzzerreißender Moment – das Ende einer Ära.

Die argentinischen Spieler hingegen zeigten weniger Größe. Laut mehreren Berichten drehten sie sich während Spaniens Pokalübergabe weg und kehrten den Ehrengraben nicht zurück. Es gab auch die Szene mit Leandro Paredes, der Eric García am Hals packte und Gavi zu Boden rang – eine post-whistle Rangelei, die das Finale überschattete. Mehrere Medien berichteten von einer Roten Karte für Paredes, doch laut FIFAs offiziellem Spielbericht wurde er nicht des Feldes verwiesen.

Für Messi war es dennoch ein würdiger, wenn auch tränenreicher Abschied. Die Welt sah zu, wie eine Legende die WM-Bühne verließ.

Österreichs Verbindung zu Messis letzter WM

Österreich spielte eine kleine, aber bedeutende Rolle in Messis letzter WM. Im Gruppenspiel am 22. Juni traf Argentinien auf das ÖFB-Team – und gewann 2:0. Messi erzielte dabei ein Tor (das andere fiel durch Ángel Di María). Es war eines von Messis 21 Karriere-WM-Toren – und eines der letzten.

Für österreichische Fans war die Niederlage schmerzhaft, doch im Nachhinein zeigt sich: Österreich verlor gegen den späteren Finalisten. Argentinien ging bis ins Endspiel – und Messi trug das Team mit. Das ÖFB-Team kann erhobenen Hauptes zurückblicken: Die Qualifikation für die WM nach 28 Jahren, drei Gruppenspiele, ein Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien. Und die Ehre, Messi in seinem letzten Turnier gegenübergestanden zu haben.

Die Partie fand im AT&T Stadium in Dallas statt, Anstoß um 19:00 MEZ – eine für österreichische Fans angenehme Zeit. Das Stadion war voll, die Stimmung intensiv. Messi zeigte, warum er als einer der Besten gilt – doch Österreich hielt lange mit. Erst in der zweiten Halbzeit fiel die Entscheidung.

Was bleibt von Messis WM-Karriere?

Messi endet mit 21 Toren (Platz 2 all-time, hinter Mbappé), 12 Assists (Rekord), 33 Einsätzen (Rekord) und zwei Goldenen Bällen (2014, 2022) plus einem Silbernen (2026). Er gewann einen WM-Titel (2022) und verlor zwei Finale (2014 gegen Deutschland, 2026 gegen Spanien). Seine Bilanz ist beeindruckend – auch wenn das Märchen-Ende 2026 ausblieb.

Für Argentinien war es der Versuch, als erstes Team seit Brasilien 1958/62 den Titel zu verteidigen. Es gelang nicht. Spanien war zu stark, Argentiniens Offensive zu harmlos. Messi konnte den Unterschied nicht machen – und so endet seine WM-Karriere mit Silber statt Gold.

Die Frage bleibt: Wird es jemals wieder einen Spieler geben, der fünf WM-Turniere bestreitet, 21 Tore erzielt, zwei Finals erreicht und einen Titel gewinnt? Messi hat die Messlatte für kommende Generationen extrem hoch gelegt. Mbappé ist auf dem Weg, ihn zu übertreffen – doch mit 39 Jahren und nach 33 WM-Spielen darf Messi zufrieden sein.

Ausblick: Messis Fußball-Zukunft ohne WM

Messi spielt weiterhin bei Inter Miami in der MLS. Ob er 2027 noch aktiv ist, bleibt offen. Die Copa América 2028 könnte ein letztes großes Turnier sein – doch die WM-Bühne wird er nicht mehr betreten. Mit 39 Jahren und nach 33 WM-Spielen ist Schluss.

Für Fußballfans weltweit ist es das Ende einer Ära. Messi prägte drei Generationen, spielte gegen Legenden wie Zidane und Ronaldinho (frühe Karriere) und gegen die neue Generation um Yamal und Bellingham (späte Karriere). Er überbrückte Jahrzehnte – und bleibt eine der prägendsten Figuren des Fußballs.

Das Finale 2026 war nicht das erhoffte Happy End. Doch Messis Vermächtnis ist längst geschrieben – mit oder ohne zweiten WM-Stern.

Quellen: ESPN, NBC, Bleacher Report, World Soccer Talk, Yahoo Sports (19–20 Juli 2026)