Argentinien – Schweiz: Der Weltmeister gegen den nachbarschaftlichen Störenfried

Updated Juli 2026
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Die kürzeste Nacht des Wochenendes wartet gleich auf zwei Fronten mit Fußball auf. In der Nacht auf Sonntag um 03:00 Uhr MESZ steigt im Arrowhead Stadium in Kansas City das letzte Viertelfinale dieser WM: Titelverteidiger Argentinien gegen den nachbarschaftlichen Underdog Schweiz. Für uns Österreicher ist es die Partie, in der sich zwei sehr unterschiedliche Gefühlslagen mischen – Respekt vor der Nordwest-Nachbarn und ein leichter Reflex Richtung Argentinien, das uns in der Gruppenphase mit 2:0 bezwungen hat.

Ein Fußballspieler in himmelblau-weiß gestreiftem Trikot streckt jubelnd die Arme in die Höhe vor einer riesigen Menge weißgekleideter Fans in einem amerikanischen Stadion bei Flutlicht
Argentinien jagt als erste Nation seit Brasilien 1962 den zweiten WM-Titel in Serie.

Die Ausgangslage: Titelverteidiger auf wackligem Kurs

Argentinien ist im Titelrennen und trotzdem alles andere als sattelfest. In der K.-o.-Runde hat die "Albiceleste" zweimal gezittert – ein 3:2 gegen Kap Verde im Sechzehntelfinale und ein 3:2 gegen Ägypten im Achtelfinale, jeweils erst spät entschieden. Trainer Lionel Scaloni hat also viele Antworten, aber die Defensive gehört nicht zu den ganz sauberen. In den letzten drei Spielen hat Argentinien immer mindestens ein Tor kassiert – ein Warnsignal, das gegen eine so kompakte Truppe wie die Schweiz durchaus zählen könnte.

Aber vorne: Da steht Lionel Messi mit acht Turniertoren an der gemeinsamen Spitze der Torschützenliste (mit Kylian Mbappé) und hat mit seinem Treffer im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde den ewigen WM-Rekord von 21 Karrieretoren aufgestellt. Für uns bleibt das eine bittersüße Erinnerung – ein Teil dieser Bestmarke lief auch gegen das ÖFB-Team – aber sportlich ist das Weltklasse pur.

Die Schweizer Sensation

Für die Schweiz ist das eine Reise nach 72 Jahren zurück. Erstmals seit 1954 (und erst zum vierten Mal überhaupt) stehen die Eidgenossen in einem WM-Viertelfinale. Der Weg dorthin? Das ist das Beeindruckendste: In beiden K.-o.-Spielen kassierten die Schweizer in der regulären Spielzeit kein Gegentor, und im Achtelfinale gegen Kolumbien behielten sie im Elfmeterschießen die Nerven (4:3, Torhüter Gregor Kobel parierte gegen Cucho Hernández, Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfer). Trainer Murat Yakin hat aus einer eigentlich klassischen Turniermannschaft eine kompakte, effiziente Einheit geformt – und das ohne den bei uns hinreichend bekannten "Spitzenspieler-Faktor".

Die Quoten zum Spiel

Die Buchmacher sehen Argentinien klar vorne, aber nicht überheblich: Ein argentinischer Sieg in der regulären Spielzeit notiert bei rund 1,80, das Unentschieden bei 3,50, ein schweizerischer Sieg bei 6,00. Historisch sprechen die Zahlen ebenfalls für die "Albiceleste": In sieben Duellen gab es fünf Siege und zwei Remis für Argentinien, die Schweiz hat noch nie gegen Argentinien gewonnen. Auf WM-Ebene entschieden die Argentinier beide Duelle für sich – 1966 in der Gruppenphase mit 2:0 und 2014 im Achtelfinale, als Ángel Di María in der 118. Minute nach einer Vorlage von Lionel Messi das goldene Tor erzielte.

Bei einer Quote von 1,80 finde ich den Wert nicht üppig, aber angesichts der argentinischen Defensiv-Nervosität auch nicht offensichtlich falsch. Wer Wert sucht, findet ihn eher in den Über-Wetten (Argentinien hat in fünf der letzten sechs Turnierspiele über 2,5 Tore gesehen) oder in Messi-Spezialmärkten.

  • Anstoß in der Nacht auf Sonntag, 03:00 Uhr MESZ im Arrowhead Stadium (Kansas City) – mild und trocken (etwa 24 °C bei Anpfiff, kaum Regenrisiko am Abend).
  • Quoten: Argentinien-Sieg 1,80 · Remis 3,50 · Schweiz-Sieg 6,00.
  • Messi führt mit acht Turniertoren gemeinsam mit Mbappé die Torschützenliste an – und hält mit 21 WM-Karrieretoren den ewigen Rekord.
  • Schweiz erstmals seit 1954 im WM-Viertelfinale, gegen Argentinien noch nie gewonnen (0S / 5N / 2U in 7 Duellen).

Die Personalfrage

Bei Argentinien plant Scaloni offenbar eine Rotation: Gonzalo Montiel steht auf der Gelbe-Karte-Kippe – bei einer weiteren Verwarnung wäre der Rechtsverteidiger im Halbfinale gesperrt, was Scaloni durch Ruhepause vermeiden dürfte. Ansonsten sind keine frischen Verletzungsprobleme gemeldet – ein Luxus für einen Titelverteidiger dieser Turniertiefe.

Die Schweiz muss dagegen mit ein paar Fragezeichen im Kader planen. Johan Manzambi (Knie) hat schon das Achtelfinale gegen Kolumbien verpasst und bleibt ein Wackelkandidat, dazu tauchen mit Luca Jaquez und Michel Aebischer weitere Namen in den Verletzungsberichten auf – hier ist die Nachrichtenlage bislang dünner, entscheidend wird der Fitness-Check kurz vor dem Anpfiff. Kapitän Granit Xhaka, Denis Zakaria und Miro Muheim tragen zudem jeweils eine gelbe Karte aus dem Achtelfinale mit sich – ein Karton mehr, und ein etwaiges Halbfinale wäre gefährdet.

Die Rekordreise und was auf dem Spiel steht

Argentinien versucht etwas, das seit über sechs Jahrzehnten niemandem mehr gelungen ist: die Titelverteidigung. Zuletzt schaffte das Brasilien bei den Weltmeisterschaften 1958 und 1962 – seither hat kein Weltmeister erneut gewinnen können. Für Messi wäre das ohnehin traumhaft: Erst der ewige WM-Rekord, dann die zweite goldene Krönung nacheinander. Wer die großen Linien mag, findet den Überblick in unserer Weltmeister-Prognose und die Einzelheiten zu Argentinien auf der Seite zu Argentinien bei der WM 2026.

Der Sieger dieses Duells trifft am 15. Juli im Halbfinale in Atlanta auf den Sieger aus Norwegen gegen England – meine Einschätzung dazu findet ihr in der Vorschau zu Norwegen gegen England.

Aus österreichischer Sicht

Für uns ist die Schweiz das, was Norwegen für ganz Skandinavien ist: der Nachbarland-Faktor. Wenn die "Nati" heute ins Halbfinale marschiert, jubeln in Vorarlberg vermutlich ein paar Leute lauter als in der übrigen Republik – aber wetten wir mal, dass das Interesse in ganz Österreich hoch sein wird. Ein Weiterkommen der Eidgenossen wäre gleichzeitig die kleine Genugtuung, dass sich unser Nachbarn nicht vor uns verstecken muss.

Mein Tipp

Nüchtern: Argentinien ist stärker, Argentinien hat mehr Optionen, Argentinien hat Messi. Aber Argentinien hat auch eine wackelnde Defensive und die Angewohnheit, in der K.-o.-Runde erst in die Verlängerung ausufern zu lassen. Für mich ist das ein Spiel, in dem ich die 1,80 für den Argentinien-Sieg in regulärer Zeit nicht blind spiele – ein "Argentinien qualifiziert sich weiter" ist mir bei Wettbewerbsbetrieb interessanter, ebenso wie ein "beide Teams treffen" (Argentinien kassiert seit drei Spielen). Wer einen Schweiz-Coup will, sollte klein setzen und die 6,00 als das nehmen, was sie sind: ein reines Vergnügen.

Passende Märkte findet ihr bei österreichischen Anbietern wie BillyBets, ZotaBet oder Boomerang Bet.com – Einsätze in Euro und mit kühlem Kopf statt aus Wochenend-Euphorie.

Quotenstand: 10. Juli 2026, mediengestützte Angaben. Glücksspiel kann süchtig machen – nur mit Verstand und im legalen Rahmen wetten.