Messi entthront Klose – ausgerechnet gegen Österreich

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Manche Niederlagen haben einen Beigeschmack von Geschichte. Als Lionel Messi am 22. Juni in der 38. Minute gegen Österreich traf, war das nicht irgendein Tor zum 1:0. Es war der Treffer, mit dem der Argentinier zum alleinigen WM-Rekordtorschützen der Männer aufstieg und die langjährige Bestmarke von Miroslav Klose übertraf. Dass dieser Moment ausgerechnet auf Kosten des ÖFB-Teams fiel, ist für uns bitter – und doch eine seltsame Ehre.

Lionel Messi jubelt nach seinem Treffer, im Hintergrund die Anzeigetafel des Stadions
Historischer Moment in Dallas: Messi überholt Klose als WM-Rekordtorschütze – das österreichische Team wird zur Fußnote.

Der Rekord: Klose ist Geschichte

Über Jahre hielt Miroslav Klose mit 16 WM-Toren die Bestmarke. Mit seinem Treffer gegen Österreich zog Messi an dem Deutschen vorbei und steht nun allein an der Spitze der ewigen WM-Torschützenliste. Bereits beim 16-Juni-Spiel gegen Algerien hatte der Argentinier mit einem Dreierpack zu Klose aufgeschlossen – gegen uns folgte der entscheidende Schritt.

Über Messis exakte neue Gesamtzahl an WM-Toren gibt es in den ersten Berichten widersprüchliche Angaben, weshalb ich hier bewusst keine konkrete Zahl in Stein meißle. Fest steht: Er ist jetzt der alleinige Rekordhalter, und das Tor fiel in der 38. Minute.

Warum gerade gegen uns?

Es ist eine dieser Fußball-Ironien. Das ÖFB-Team hat über weite Strecken diszipliniert verteidigt, mutig gepresst und sich vom großen Namen Messi lange nicht beeindrucken lassen. Und dann dieser eine Moment, in dem der wohl beste Spieler seiner Generation zuschlägt – und sich für die Ewigkeit einträgt.

Teamchef Ralf Rangnick brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Da wäre mehr drin gewesen." Genau dieser Satz beschreibt den Abend. Eine Mannschaft, die gegen den Weltmeister keine Angst hat, wird zur historischen Fußnote – das ist bitter und ehrenvoll zugleich.

  • Lionel Messi überholte mit seinem Tor in der 38. Minute gegen Österreich Miroslav Klose (16 WM-Tore) als WM-Rekordtorschütze.
  • Schon gegen Algerien (16. Juni) hatte Messi mit einem Dreierpack zu Klose aufgeschlossen.
  • Über Messis exakte neue Gesamttorzahl gibt es widersprüchliche Angaben – bestätigt ist die alleinige Rekordführung.
  • Für das ÖFB-Team bleibt die Rolle der historischen Fußnote: bitter und ehrenvoll zugleich.

Der Mann des Turniers in der Torjägerwertung

Kein Wunder, dass Messi nach diesem Abend auch in der Torjägerwertung vorne liegt. Bei den Buchmachern wurde er zum Favoriten auf den Goldenen Schuh, seine Quote verkürzte sich nach dem Rekordtor deutlich. Dahinter lauert Kylian Mbappé, der am selben Spieltag bei Frankreichs 4:0 gegen den Irak doppelt traf. Die aktuellen WM-Quoten im Vergleich zeigen, wie sich der Markt nach dem historischen Abend verschoben hat.

Für uns Österreicherinnen und Österreicher bleibt der Trost, Teil eines Stücks Fußballgeschichte gewesen zu sein – auch wenn wir uns die Rolle anders gewünscht hätten. Der Blick geht jetzt nach vorne, zum entscheidenden Spiel gegen Algerien.

Stand: 23. Juni 2026, mediengestützte Angaben. Glücksspiel kann süchtig machen – nur mit Verstand und im legalen Rahmen wetten.